Tagesfahrt nach Köln am Rhein

02. - 04. September 2005

Nachdem wir einige lange Jahre keine mehrtägige Fahrt mehr gemacht haben, um die Kameradschaftspflege und die Kommunikation, sowie die dienstlichen Belange innerhalb des Löschzuges zu pflegen, entschlossen wir uns dieses zu ändern und bereiteten uns auf einen Trip nach Köln am Rhein im schönen Nordrhein-Westfalen vor.

Da unser Kamerad Peter dort seit einigen Jahren beruflich tätig ist und sich somit vor Ort um die Organisation und unser Programm kümmern konnte, machten wir uns lediglich Gedanken um die Unterkunft und Anreise.

Am Anfang galt es einen passenden Termin und genügend Kameraden für diese Tour zu finden. Beides war allerdings innerhalb von wenigen Tagen erledigt und somit waren wir 18 Kameraden, die sich auf die Reise freuen konnten.

Die wochenlange Wartezeit hatte bald ein Ende, als wir uns voller Freude und guter Stimmung am 02. September mit unserem Gepäck am Feuerwehrhaus trafen. Die MTW standen bereit und nach kurzer und unproblematischer Platzverteilung machten wir uns im Konvoi mit etwas Wegverpflegung auf den Weg.

Nach einigen kurzen Zwischenstopps auf den Rastplätzen und einer lustigen, warmen, sonnigen Fahrt trafen wir nach nur 4,5 Stunden Reisezeit an der Jugendherberge in Köln-Deutz ein.

Unser Kamerad Peter wartete schon vor Ort. Er freute sich sehr, uns alle nach langer Zeit mal wieder zu sehen, und begrüßte uns herzlich. Anschließend bedankte er sich bei allen, die dem Aufruf zu dieser Reise gefolgt sind und das herrliche, heiße Sommerwetter mitgebracht haben. Danach belegten wir schnell unsere Zimmer und machten uns stadtfein. Als sich alle Kameraden wieder vor der Jugendherberge eingefunden hatten, gingen wir gemeinsam zu unserem ersten Tagesordnungspunkt über.

Wir trafen nach einem kurzen Fußmarsch am Rheinufer ein, wo wir einen beeindruckenden Blick auf den Fluss, die angrenzende Altstadt und den dort dominierenden Dom bekamen.

Weiter ging es über die Brücke in die Altstadt, wo wir unsere reservierten Plätze in einem schönen Brauhaus belegten, um dort erst einmal kulinarisch und mit frischem kühlen Kölsch den Abend, die Fahrt und die Kameradschaft zu begrüßen.

Im Anschluss daran verteilte Peter an jeden einen kleinen Stadtplan zur Orientierung, einige Hilfreiche Infos und seine Telefonnummer, damit nun jeder wusste, wo er sich befindet und auch den Weg zur Herberge jederzeit wieder finden konnte. Somit stand der Erkundung der abendlichen Stadt nichts mehr im Wege, und verschieden gebildete Truppen machten sich auf den Weg, die Stadt Köln im eigenen Interesse zu erkunden.
Erst Stunden und verschiedene Kölsch später und mit einigen Euros weniger, fanden sich auch alle unbeschadet in der Herberge wieder ein.

Am Samstag morgen, nach einem stärkenden, guten Frühstück, holte Peter uns ab und wir machten uns auf den Weg zur Feuerwehrwache Köln-Süd der Berufsfeuerwehr Köln, wo die dortigen Kameraden uns, nach einer kurzen theoretischen Unterweisung und Infoveranstaltung über Einsatzstärke, Einsatzbereitschaft, Koordination, Aufteilung der Wachen in der Stadt, verschiedenste Einsatzgebiete und Sonderfahrzeugen, einen Einblick in ihre Wache und den Fahrzeugen gaben. Zu den vielen Fahrzeugen auf der Wache zählten u.a. ein LKW-Kran, speziell für den Einsatz auf der Autobahn oder bei Straßenbahnunglücken, sowie, zu unserer überraschung, zwei historische Magirus Deutz Leiterwagen. Diese sind allerdings nicht mehr im Einsatz. Dennoch wurde uns eines dieser Fahrzeuge auf dem Hof vorgeführt.

Für unsere technisch interessierten Kameraden war dieses besonders interessant. Während wir in unterschiedlichen Gruppen die Wache besichtigten, konnte u.a. mit der Drehleiter ein Blick von oben auf die Stadt getätigt werden.
Es war ein beeindruckender Blick in eine solch große Wache. Und somit fiel es uns schwer uns von diesen humorvollen, mit rheinischem Witz versehenen Kameraden zu verabschieden, die im Anschluß für uns noch die Notfall-Ampel an der Straße betätigten, sodass wir nicht unnötig mehrere Blöcke Umweg fahren mussten.
Dieses war auch gut, so kamen wir schnell in den nahe gelegenen Biergarten, wo wir, im Schatten bei kühlen Getränken und gutem Essen, die gerade bekommenen Eindrücke besprechen konnten und Anregungen für unsere Einsatztaktik und Organisation übernahmen.

Im Anschluß brachten wir die Fahrzeuge zurück zum Quartier. Nun gab es die Möglichkeit, sich für einige Zeit auszuruhen oder die Stadt am Tage zu erkunden, bevor der nächste Tagesordnungspunkt auf sich warten ließ.
Dieser war wider eine tolle Sache. Da es die Sonne sehr gut mit uns meinte, war eine sogenannte "Kölsch-Tour" gebucht.
Ein Stadtführer führte uns durch die Altstadt, während er uns Köln, Kölsch als Getränk, Kölsch als Sprache und Kölsch als Lebensart erläuterte. So eine Stadtführung ist nur zu empfehlen, da man nicht unbedingt nur die Touristischen Punkte anläuft, sondern nebenher eine flüssige Abkühlung in verschiedenen Brauhäusern

(und da gibt es hier viele!) schmecken und vergleichen kann. Der Abschluss fand im größten Brauhaus Kölns statt. Das Brauhaus Früh umfasst Plätze für 2500 Leute und wir hatten einen tollen Platz im Gewölbekeller. Nach ausreichender Stärkung zogen wieder unterschiedliche Trupps in die Stadt.

Die Jüngeren zog es in die Gegend mit jüngeren Kölnern, wo voller Verwunderung festgestellt werden musste, dass bei gutem Wetter das Publikum sich nicht in den Kneipen trifft und feiert, sondern mal eben die Straße bevölkert und dem Autoverkehr keine Chance gibt, diese zu passieren.
Andere wiederum genossen den heißen Sommerabend zur Besichtigung der Altstadt, dessen tollen Marktplätzen und dem unaufhörlichen Treiben bis tief in die Nacht.

Und dann war er auch schon wieder da - der Abreisetag! Schon waren die tollen Tage rum, das Erlebte noch im Gedächtnis, die Stimmung auf dem Höhepunkt und Spaß und Lacher kamen am laufenden Band.
Somit machten wir uns vor der Abfahrt nochmals auf den Weg über den Rhein. Man kann ja nicht in Köln gewesen sein, ohne den Dom besichtigt zu haben. Einige Kameraden stiegen auch die 509 Stufen im Turm empor, um einen Blick von oben auf dieses Meisterwerk der Baukunst zu bekommen und nebenbei einen Blick über die Stadt schweifen zu lassen. Erst dort bekommt man die Ausmaße beider gut zu Gesicht.
Der Kölner Dom ist wirklich sehr beeindruckend. Groß, schön und von sehr feiner Steinmetzarbeit verziert. Unvorstellbar, dass so ein Bauwerk ohne heutige Werkzeuge und Maschinen oder Kränen erbaut werden konnte. Allerdings hat es auch 800 Jahre gedauert.

Wir packten unsere Sachen, räumten die Zimmer, beluden die Fahrzeuge, verabschiedeten uns von unserem Kamerad Peter, der diese tolle Fahrt vorbereitet und uns zu aller überraschung ein super Programm organisiert hat. Wir ließen ihn in Köln zurück und fuhren gen Sorsum.

Noch heute kommen wir in vielen Gesprächen gern auf Köln zu sprechen. Jeder hat eine tolle Geschichte oder ein Erlebnis zu berichten. Wir hatten tolle Erlebnisse und Eindrücke für uns sammeln können.

Somit steht einer erneuten Reise nach Köln vielleicht nichts mehr im Wege.

Danke Kameraden, für diese tolle Tour

Dieser Bericht wurde von Peter Meyer erstellt.